Welche Heilpflanzen gibt es?

Wermut

(Artemisia absinthium) - auch Wermutkraut oder Gemeiner Wermut genannt
Heilpflanze Wermut
Foto: Wermut - © Irene Menzel

Anwendung und Wirkung:

Wermut wird bei Verdauungsschwäche und Gallenbeschwerden verwendet. Er stärkt den Kreislauf und wirkt blutreinigend, weshalb er auch bei kleineren Wunden der Haut genutzt wird.

Die Pflanze enthält ätherische Öle, Absinthol, Absinthin und Bitterstoffe. Wermut wird häufig zu Tee verarbeitet. Für ein Aufgussgetränk werden zwei Löffel Kraut in aufgekochtem Wasser zehn Minuten ziehen gelassen.

Während der Schwangerschaft sowie bei Geschwüren im Magen und Darm darf Wermut nicht eingenommen werden.

Seine ätherischen Öle sind leicht toxisch, ein Tee darf nicht länger als sechs Wochen täglich getrunken werden.

Standort:

Wermutkraut wächst in Teilen von Südeuropa auf trockenen Böden.

Erscheinungsbild:

Das ausdauernde Kraut verfügt über einen aromatischen Duft und sein Rhizom wächst waagerecht.

Verwendbare Pflanzenteile:

Das Kraut und die Blätter des Wermuts werden als natürliches Heilmittel verwendet.

Blüte und Blütezeit:

Wermut blüht zwischen Juli und September, er bildet kurzstielige, hängende Köpfchen.

Sammelzeit:

Juni bis August

Zusammenfassung:

Wermut (Artemisia absinthium)

wird insbesondere in Form von Tees bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Ein Aufgussgetränk aus dem Bitterkraut sollte nicht gesüßt werden. Länger als sechs Wochen darf Wermut nicht regelmäßig verwendet werden.
Heilpflanze Wermut
Zeichnung: Wermut - Icones Plantarum Medico, Vietz, Ferdinand Bernhard, 1804
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?