Welche Heilpflanzen gibt es?

Wegwarte

(Cichorium intybus) - auch Gemeine Wegwarte, Zichorie oder Zigeunerblume genannt
Heilpflanze Wegwarte
Foto: Wegwarte - © Irene Menzel

Anwendung und Wirkung:

Die Gemeine Wegwarte wird bei Gallenschwäche, Leberleiden, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Hautunreinheiten und Haarausfall verwendet. Tee oder Tinkturen werden aus der Wurzel hergestellt. Die Blätter der Pflanze können äußerlich angewendet bei Hautirritationen helfen. Wegwart enthält Inulin und ist darum für Diabetiker geeignet. Weiter Inhaltsstoffe sind Harz, Kalisalze, ätherische Öle, Bitterstoffe und Intybin.

Standort:

Wegwart wächst, wie der Name erahnen lässt, an Wegrändern, Bahndämmen sowie in der Nähe von Ackerland. Die Pflanze ist in Europa, Nordwestafrika und Asien zu finden.

Erscheinungsbild:

Die Zichorie ist ein ausdauerndes Kraut mit fiederschnittigen Grund- und Stängelblättern.

Verwendbare Pflanzenteile:

Vom Wegwart können Wurzel, Blätter und Blüten genutzt werden.

Blüte und Blütezeit:

Das Gewächs bildet zwischen Juni und Oktober bläuliche oder weiße Zungenblüten.

Sammelzeit:

Wurzel: März bis April und Oktober bis November. Blätter: Juni bis September. Blüten: Juli bis September

Zusammenfassung:

Wegwarte (Cichorium intybus)

ist eine wirksame Heilpflanze und wird bei Beschwerden der Verdauungsorgane sowie bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt. Aus der Wurzel wird ein Tee hergestellt. Bei Hautrötungen können die entsprechenden Stellen mit den Blättern der Pflanze eingerieben werden. Im Handel ist Zichorienkaffee erhältlich.
Heilpflanze Wegwarte
Zeichnung: Wegwarte - Icones Plantarum Medico, Vietz, Ferdinand Bernhard, 1804
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?