Welche Heilpflanzen gibt es?

Wallwurz

(Symphytum officinale) - auch Echter Beinwell oder Beinwurz genannt
Heilpflanze Wallwurz
Foto: Wallwurz - © Irene Menzel

Anwendung und Wirkung:

Echter Beinwell wird äußerlich bei Verletzungen des Bewegungsapparates wie Knochenbrüchen und zur Unterstützung der Wundheilung verwendet.

Er wirkt erweichend, kühlend, lindernd, wundheilend, schmerzstillend, entzündungshemmend und beruhigend. Wallwurz enthält Allantoin, Asparagin, ätherische Öle, Flavonoide, Kieselsäure und Stigmasterol.

Für eine Behandlung wird ein Öl aus Wallwurz hergestellt. Hierzu muss die Wurzel des Gewächses geschnitten und mit 150 Milliliter Olivenöl in eine Flasche gefüllt und vor Licht geschützt gelagert werden. Das Beinwell-Öl wird direkt auf die Haut aufgetragen oder als Basis für Salben verwendet.

Standort:

Wallwurz ist in weiten Teilen Eurasiens beheimatet. Er wächst auf feuchtem Boden an Flussufern sowie auf Moorwiesen.

Erscheinungsbild:

Beinwell ist mehrjährig und gedeiht schnell. Er verfügt über wechselständig angeordnete Blätter.

Verwendbare Pflanzenteile:

Sowohl die Blätter als auch die Wurzeln des Gewächses finden in der Naturheilkunde Verwendung.

Blüte und Blütezeit:

Zwischen Mai und September bildet Wallwurz violette Blüten, die in Doppelwickeln zusammenstehen.

Sammelzeit:

Wurzeln: Frühjahr und später Herbst, Blätter: April und Mai

Zusammenfassung:

Wallwurz (Symphytum officinale)

wird äußerlich bei stumpfen Verletzungen des Bewegungsapparates verwendet. Zudem kann er die Wundheilung fördern. Das Gewächs wird in Form von Ölen genutzt.
Heilpflanze Wallwurz
Zeichnung: Wallwurz - Flora von Deutschland, Thomé, Wilhelm, 1885
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?