Welche Heilpflanzen gibt es?

Melisse

(Melissa officinalis) - auch Zitronenmelisse oder Herztrost genannt
Heilpflanze Melisse
Foto: Melisse - © © Irene Menzel

Anwendung und Wirkung:

Melisse hat einen starken, angenehmen, zitronenartigen Geruch. Badezusätze und Riechkissen können z.B. damit beduftet werden.

Melissentee wirkt beruhigend und belebt bei nervösen und melancholischen Zuständen. Bei Erkältungen wärmt er den Magen. Melissentee ist auch bei Anämie wirksam. 5g Blätter werden mit einem viertel Liter Wasser oder Weißwein 5 Minuten gekocht.

Frische gequetschte Blätter wirken reinigend, kühlend und schmerzstillend, sie können bei Bienen- und Wespenstichen eingesetzt werden. Die Blätter sind auch ein wirksames Mittel gegen Kopfschmerzen.

Nach folgendem Rezept können Sie Melissengeist selbst herstellen: 30g Melisse, 24g Zitronenschalen (unbehandelt), 12g Muskatnuss, 6g Zimt, 6g Gewürznelken (zerkleinert) mit einem halben Liter Wasser aufkochen. Dem Sud werden 3/4 Liter Weingeist zugefügt und das Ganze wird für ca.4 Wochen an einen warmen Ort gestellt. Anschließend abseihen. Der Melissengeist kann statt des Tees genommen werden (täglich 3-4 mal ein Teelöffel).

Wirksame Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl (Hauptbestandteile Citral und Citronellal), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz, Vitamin-C

Standort:

Mittel- und Südeuropa

Verwendbare Pflanzenteile:

Blätter

Blüte:

Weiß, zuweilen rötlich

Blütezeit:

Juli-September

Sammelzeit:

Kurz vor und während der Blüte

Zusammenfassung:

Melisse (Melissa officinalis)

kann bei bei Erkältungen, Depressionen, Anämie und Kopfschmerzen helfen. Melisse kann auch bei Bienen- und Wespenstichen eingesetzt werden.
Heilpflanze Melisse
Zeichnung: Melisse - Icones Plantarum Medico, Vietz, Ferdinand Bernhard, 1804
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?