Eigene Essenzen herstellen

Welche Heilpflanzen gibt es?

Tinkturen und Auszüge

Tinkturen selbst herstellen Tinkturen sind Wirkstoffauszüge, die mit Alkohol aus den Heilpflanzen gelöst wurden. Klassische Tinkturen stellt man mit 70% tigem Weingeist her. Nehmen Sie z.B. 500 ml Weingeist und 250 gr frische Heilkräuter. Wurzeln oder harzhaltige Pflanzen wie z. B. Myrrhe erfordern unverdünnten Weingeist.

Zuerst werden die zerkleinerten Pflanzen in ein sauberes weithalsiges Gefäß gegeben, danach kommt der Alkohol hinzu. Das Ganze wird mit Pergamentpapier abgedeckt. Diese Mischung wird mehrere Tage bis Wochen stehengelassen. Sie sollte täglich geschüttelt werden. Dann wird der Alkohol abgegossen, das Pflanzenmaterial ausgepresst und anschließend die Flüssigkeit gefiltert.

Die fertige Tinktur kann in einem sterilisierten, dunklen und gut verschließbaren Gefäß aufbewahrt werden. Tinkturen sind bis zu 2 Jahre haltbar. Sie sind stärker wirksam als Tee.

Folgende Pflanzen sind zum Beispiel geeignet, um eine Tinktur auf Basis von Branntwein oder Weingeist herzustellen: Abbiss, Angelika, Anis, Arnika, Beifuß, Betramswurz, Bitterklee, Brombeere, Dornschlehe, Eberwurz, Enzian, Fünffingerkraut, Heidelbeere, Schwarze Johannisbeere, Kalmus, Kampfer, Löffelkraut, Melisse, Raute, Rhabarber, Rosmarin, Thymian, Tormentill, Wacholder, Wegwarte und Wermuth.

Diese Heilpflanzen sind geeignet um einen Auszug auf Basis von Wein herzustellen: Alant, Basilikum, Enzian, Rote Johannisbeere, Stachelbeere, Rosmarin und Salbei.
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?