Welche Heilpflanzen gibt es?

Blutwurz

(Potentilla erecta) - auch Tormentill genannt
Heilpflanze Blutwurz
Foto: Blutwurz - © Irene Menzel

Anwendung und Wirkung:

Blutwurz wirkt antibakteriell, entgiftend, blutstillend, krampflösend und stimuliert das Immunsystem. Das Gewächs wird bei Fieber, Abwehrschwäche, Magenbeschwerden, Mundschleimhautentzündung und kleinen Wunden verwendet.

Als natürliches Heilmittel steht Tormentill in Form von Tees oder Tinkturen zur Verfügung. Für einen Tee werden zwei kleine Löffel Blutwurz in einer Tasse mit heißem Wasser übergossen. Der Tee kann bedenkenlos bis zu sechs Wochen lang täglich getrunken werden. Danach ist eine Pause von mehreren Wochen nötig.

Eine Tormentill-Tinktur wird mit einigen Löffeln Blutwurz und Doppelkorn hergestellt. Alle Pflanzenteile müssen mit Flüssigkeit bedeckt sein. Die Mischung muss in einem geschlossenen Glas sechs Wochen ziehen.

Standort:

Zum Habitat von Tormentill zählen weite Teile Europas.

Erscheinungsbild:

Blutwurz ist ein ausdauerndes Kraut und wächst aufrecht bis niederliegend.

Verwendbare Pflanzenteile:

Der Wurzelstock von Tormentill wird zu Tees oder Tinkturen verarbeitet.

Blüte und Blütezeit:

Von Mai bis Oktober bildet Blutwurz gelbliche Blüten.

Sammelzeit:

Herbst und Frühjahr

Zusammenfassung:

Blutwurz - (Potentilla erecta)

hilft bei Verdauungsbeschwerden und Menstruationsschmerzen. Tinkturen werden äußerlich bei Juckreiz der Haut und kleinen Wunden eingesetzt. Eine Gurgellösung verschafft Linderung bei Entzündungen der Mundschleimhaut.
Heilpflanze Blutwurz
Zeichnung: Blutwurz - Icones Plantarum Medico, Vietz, Ferdinand Bernhard, 1804
Bei unklaren und ernsten Beschwerden sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Welche Heilpflanzen gibt es?